Die 9 besten Ratschläge, die ich je erhalten habe

Die 9 besten Ratschläge, die ich je erhalten habe. Sie haben mein Leben nachhaltig geprägt und zutiefst verändert:

Tue die Arbeit, die Du wirklich tun willst – und verlange verdammt viel Geld dafür. (Reinhard Sprenger)

Arbeit darf Arbeit sein, sie darf fordern, anstrengen und muss nicht immer Spaß machen – aber es sollte die Arbeit sein, für die Du dich frei und bewusst entscheidest, die Du meistens gerne tust, deren Prozess dir oft Freude macht und die dich vor allem inspiriert, deine Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern. Wenn deine Arbeit dir ermöglicht, mehr und mehr zu lernen und in den Kernkompetenzen besser und besser zu werden, dann wird sie auch von hohem Wert für die Menschen sein, für die sie wichtig ist – und diesen hohen wert darfst Du dann auch entsprechend hoch monetär in Rechnung stellen, weil Du es im wahrsten Sinne des Wortes verdienst. Denn viel Geld zu verdienen mit deiner Arbeit ermöglicht dir nicht nur ein besseres Leben, sondern auch ein besseres Arbeiten.

Gefühle sind oft auch nur eine Gewohnheit. (Richard Bandler)

Zu oft erleben viele Menschen sich als Opfer ihrer Gefühle und fragen sich „Warum fühle ich mich so?“. Das kann eine relevante Frage sein, denn in der Tat stecken nicht selten auch Botschaften und Aufforderungen in deinen Gefühlen. Oft aber ist die Botschaft längst nicht mehr relevant oder deine Interpretation des Gefühls schlichtweg falsch – und Du fühlst dich vor allem deshalb so wie Du dich fühlst, weil Du dich so sehr daran gewöhnt hast, dich so zu fühlen: Du hast ein bestimmtes Gefühl oft genug geübt, so dass es oft, schnell und reflexartig ausgelöst wird, es wird zu einer Art Basis-Reaktion auf Auslöser aller Art. Die „Warum?“-Frage führt in diesen Fällen dann oft nicht mehr weiter – die angemessenere Frage wäre dann: >>Wie willst Du dich lieber fühlen? Und was könntest Du denken und tun, um dieses bevorzugte Gefühl hervorzurufen?<< Denn wir haben zwar unsere Gefühle (zum Glück) nicht unter voller Kontrolle, aber wir können sie dirigieren lernen, wir können hinderliche Gefühlsgewohnheiten verändern, indem wir andere Gefühlsmechanismen zu üben beginnen.

Wenn man Denken lernen will, muss man mit dem Feind trainieren. (Peter Sloterdijk)

Denken heißt, gegen sich selbst zu denken bereit sein, seinen natürlichen Tendenzen und den eigenen Meinungen und Urteilen ein gesundes Mißtrauen entgegen zu bringen. „Mit dem Feind trainieren“ bedeutet hier, dass Du dich bewusst mit Perspektiven auseinandersetzt, die deiner natürlichen Tendenz komplett widersprechen, dass Du versuchst, die andere Art zu Denken von innen heraus zu verstehen. Das heißt nicht notwendig, dass man mit der anderen Perspektive dann übereinstimmt – ganz im Gegenteil: Zu verstehen, wie der „Gegner“ denkt kann gerade dazu führen, die eigene Perspektive noch besser zu durchdringen und bessere Argumente für die eigenen Positionen zu entwickeln – aber nur dann, wenn man offen dafür bleibt, dass der Andere auch recht haben und man selbst falsch liegen könnte (oder dass sogar alle Perspektiven eine Teilwahrheit beinhalten).

* Ein Curriculum und ein Zertifikat kann niemals eine Fähigkeit garantieren. Entweder Du kannst es oder Du kannst es nicht. (Steve de Shazer)

Es ist durchaus richtig und wichtig, verbindliche Standards zu sichern – schließlich willst Du, dass der Architekt, der dir dein Haus baut, auch eines baut, welches nicht einstürzt. Aber ein Diplom, ein Doktortitel, ein Zertifikat kann immer nur ein Minimalwissen absichern, aber es kann niemals die Qualität einer Fähigkeit garantieren. Außergewöhnliche Fähigkeiten („Genie“) lassen sich nicht industriell herstellen, es zeigt sich nicht in einem Zertifikat, sondern im Tun der jeweiligen Fähigkeit und den Resultaten dieses Tuns.

* Egal in welchem Business Du heute bist, Du bist immer vor allem im Marketing-Business. (Dan Kennedy)

Ein Business ist nur dann ein Business, wenn es auch die Menschen erreicht, denen es nützen kann. Den Weg, um die richtigen Menschen auf die richtige Weise zu erreichen, nennt man Marketing. Ich sage gerne, dass Marketing bedeutet, die „frohe Botschaft zu verbreiten“: Marketing heißt, dass Du dich interessierte Menschen wissen lässt, was dein Business für sie tun kann. Ganz egal, ob Du Coach, Dachdecker oder angestellter Abteilungsleiter bist – Du bist immer auch Marketer, weil Du deine Leistungen für die relevanten Menschen sichtbar machen musst. Je besser Du das verstehst und umsetzt, um so erfolgreicher wirst Du in deinem Business sein.

* Niemand ist “da oben” oder “da unten” – wir sind alle zwischen unseren Ohren. (Jim Edwards)

Wenn man erfolgreiche Menschen sieht, so denkt man oft, dass sie irgendwie anders seien als man selbst: Die sind „da oben“ auf der Erfolgsleiter, Du bist „da unten“. In Wahrheit aber leben wir alle durch unsere Gedankenwelten hindurch, unsere Einstellungen und die inneren Haltungen, die wir kultivieren. Wenn Du die Richtung deines Denkens dirigieren lernst, spielt der Vergleich mit anderen Menschen immer weniger eine Rolle – Du kannst von anderen Menschen lernen, ja, aber Du bestimmst dein eigenes Leben durch das, was Du lernst, denkst und tust und welche Haltung Du zu dem, was geschieht, kultivierst. Das tun wir allen, denn wir sind unabhängig von unserem sozialen Status alle vor allem Menschen.

* Gedichte verstehen mehr vom Leben als ihre Dichter. (Ernst Pawlik)

Dies gilt nicht nur für Gedichte, sondern für Werke aller Art. Ein Unternehmen z.B. kann viel mehr und Besseres für die Menschen leisten als der Unternehmer, der es geschaffen hat. Die Werke, die wir tun, die Ergebnisse unserer Arbeit gehen oft über unsere begrenzte Persönlichkeit hinaus. So kann ein unglücklicher Mensch eben doch Werke schaffen, die vielen anderen Menschen Freude machen – darauf weist auch das Klischee des traurigen Clowns hin. Du kannst daher auch aus der Arbeit von Menschen lernen, die Du persönlich nicht magst – und Du kannst selbst bedeutsame Arbeit leisten, egal wie fehlbar Du bist und egal wie unzulänglich Du dich manchmal fühlen magst.

* Man darf Arschlöchern nicht in den Arsch kriechen, da sind schon zu viele drin. (Heinz Koschoreck)

Zu jedem Mächtigen gehören jene, die seine Macht akzeptieren – der Mächtige braucht seine Untertanen, um sich selbst als Herrscher definieren zu können. (Das ist, sehr vereinfacht, einer der Kerngedanken von Hegels Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft.) Wayne Dyer sagte daher gerne: Wer anderen die Schuld gibt, gibt anderen die Macht. (Ein Prinzip, auf dem unser gesamtes demokratisches System zu basieren scheint…)
Oder in der präziseren Sprache meines Vaters: Wer Arschlöchern in den Arsch kriecht, ermöglicht ihnen ihr Arschloch-Sein und macht sich mitschuldig daran, wenn diese noch größere Arschlöcher werden. Jeder Akt des Gehorsams zementiert die Macht des Befehlenden – und zerstört die eigenen Selbstmächtigkeit: Der Machtlose ist immer auch der, der sich willentlich selbst entmachtet hat.

* Sag auch Danke, wenn es nichts zu danken gibt. Denn es gibt immer etwas zu danken. (Doris Koschoreck, geb. Funke)

Was mir von meiner Mutter vor allem in Erinnerung geblieben ist, ist, wie oft sie „Danke“ sagte. Als ich zu ihr, nachdem ich sie in die Stadt gefahren hatte, sagte „Nichts zu danken“, entgegnete sie: >>Es gibt immer etwas zu danken.<< Damals habe ich mir nicht viel dabei gedacht, aber mit den Jahren ist es mehr und mehr zu einer Art Lebensphilosophie geworden: Es gibt immer etwas, für das Du dankbar sein kannst. Egal wie schlecht dein Leben dir erscheinen mag, egal wie fürchterlich dein Tag war – es lässt sich imer etwas finden, wofür Du dankbar sein kannst, sei es noch so klein und selbstverständlich (und nichts ist wirklich klein und selbstverständlich – das Leben selbst und all seine Phänomene sind ein einziges großes Geschenk). Dankbarkeit übend zu kultivieren – das ist vielleicht die wichtigste Fähigkeit für mehr LebensFreude und LebensGlück.

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Alles Liebe & Beste,

                   Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser.

Die 9 besten #Ratschläge, die ich je erhalten habe:  http://nielskoschoreck.de/die-9-besten-ratschlaege/

Ein Gedanke zu „Die 9 besten Ratschläge, die ich je erhalten habe

  • 03/12/2017 um 11:26
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    Danke! Gut gesagt! Wortvolumen und packender Inhalt in passendem Verhältnis! Lesenswert. Empfehlenswert. Lebenswert. Herzliche Grüße von Giselheid Schulz-Ëberlin

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