Meine Morgenroutine – und wie DU deine optimale Morgenroutine findest

 

Morgenroutine

Eine gute Morgenroutine gehört zu den häufigsten Empfehlungen der ErfolgsLiteratur – und die Frage nach meiner persönlichen Morgenroutine ist eine der Fragen, die mir sehr oft gestellt wird. Ich glaube wirklich, dass eine gute Morgenroutine einen großen Unterschied in deinem Leben machen kann, weil die ersten paar Minuten des Tages den Grundton für den gesamten Tag erzeugen.

Nicht umsonst gibt es im Volksmund die Idee, dass man mit dem falschen Fuß aufstehen kann – darin steckt die richtige Intuition, dass ein schlechter Tagesbeginn oft die Richtung für den gesamten Rest des Tages setzt. Eine gute Morgenroutine zu etablieren bedeutet, jeden Morgen neu das Fundament für einen optimalen Tag zu legen.

Eine gute Morgenroutine zu etablieren bedeutet, jeden Morgen neu das Fundament für einen optimalen Tag zu legen.Click To Tweet

Lass mich also kurz beispielhaft meine eigene aktuelle Morgenroutine skizzieren und schildern, was für mich der Sinn der einzelnen Bestandteile ist, und dir danach ein paar Anregungen geben, wie du deine beste Morgenroutine designen kannst. Hier die Elemente meiner MorgenRoutine:

1 – Kalte Dusche
Egal in welcher Stimmung ich aufwache, egal wie kalt oder warm es draußen ist, als allererstes bewege ich mich unter die kalte Dusche. An den allermeisten Tagen kostet mich das Überwindung, mal mehr mal weniger. Und das ist für mich auch der primäre Sinn der Übung: Mich direkt frei für etwas zu entscheiden, das vielleicht nicht angenehm ist, von dem ich aber weiß, dass es gute Auswirkungen hat. Zudem hat solch eine kalte Dusche eine stärkere und schnellere Wirkung als Kaffee: Ich bin sofort wach.

2 – Zaryadka Mobilitäts-Übungen
Nach der kalten Dusche verbringe ich ein paar Minuten mit einigen sanften Beweglichkeitsübungen aus dem Buch „Super Joints“ . Diese einfachen Übungen bringen mich mit meinem Körper in Kontakt, lockern mich auf und sorgen ganz nebenbei für glückliche Gelenke!

3 – Yoga
An manchen Tagen praktiziere ich nur zwei oder 3 Minuten, an anderen Tagen nehme ich mir 20 – 30 Minuten für eine morgendliche Yoga-Sequenz Zeit. Das Schöne am Yoga ist, dass es sich so wunderbar flexibel anpassen lässt: Ob für 3 oder für 30 Minuten, ob der Fokus auf Flexibilität oder Kraft, mehr Energie oder mehr innere Ausgeglichenheit gelegt wird – die morgendliche Yogapraxis lässt sich mit etwas Hintergrundwissen sehr leicht variieren.

4 – Meditation
Ich praktiziere  Vipassana-Meditation – die Beobachtung des Atems, die Beobachtung der Bewegungen von Körper, Gefühlen, Gedanken und Geist. An manchen Tagen nur 1 Minute, an manchen Tagen eine ganze Stunde – es kommt nicht auf die Länge an, sondern auf die tägliche Regelmäßigkeit. Meditation hilft mir, meinen Geist zu fokussieren und mich in meinem Sein zu verankern – und entfaltet bei regelmäßiger Praxis eine ganze Fülle positiver Nebenwirkungen.

5 – Bulletproof Coffee
An den meisten Tagen trinke ich morgens eine Tasse „Bulletproof Coffee“ – Kaffee mit Ghee und Kokosöl – weil ich die Wirkung als konzentrations- und energiefördernd erlebe (und es mir einfach gut schmeckt). Zudem passt der Kaffee zu der individualisierten ketogenischen Ernährung, welche ich zu 90 % in meinem Leben befolge.

6 – Lesen / Journaling
Mit dem Kaffee neben mir verbringe ich dann einige Minuten damit, zu lesen, und/oder einige schriftliche Aufzeichnungen zu machen – manchmal sind das Tagebucheinträge über was immer mir in den Sinn kommt, manchmal Notizen zu Ideen aller Art, manchmal Gedanken zu Gelesenem. Für mich persönlich ist daran wichtig, den Tag mit hoher GedankenQualität zu beginnen und mich zu einem höheren Niveau des Denkens und Handelns inspirieren zu lassen.

7 – Mission/Vision & ToDos
Den Abschluss meines Morgenrituals bildet die Lektüre eines einseitigen Dokumentes, welches man als Mission/Vision-Statement bezeichnen könnte. Dieses Dokument, welches ich beständig verfeinere, schildert die Richtung, die ich meinem Leben geben will. Mit der Lektüre dieser Seite erinnere ich mich jeden Morgen an das, was mir wirklich wichtig ist, worauf es mir wirklich ankommt, was ich in meinem Leben erschaffen will – und nehme so das größere Ganze in den Blick, bevor ich mich an die Arbeit mache.
Mein Arbeitstag beginnt dann mit einem Blick auf meine To-do-Liste, welche ich meist am Abend zuvor erstellt habe (dafür nutze ich seit längerer Zeit das Todoist App).

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DEINE Morgenroutine designen

Willst du deine eigene Morgenroutine gestalten? Hier einige meiner besten Tipps dazu:

1. Mach es dir, vor allem an Anfang , so einfach wie möglich
Es nützt nichts, elaborierte Routinen von 60 Minuten zu designen, wenn du sie dann sowieso nicht umsetzt. Wenn du noch keine bewusste Morgenroutine hast, beginne mit einem einzigen Element und einer einzigen Minute. Sobald du dieses ein Element für 1 Minute etabliert hast, erweitere deine Morgenroutine.

2. Beginne mit dem Warum und Wozu
Beginne mit der Frage, warum und wozu Du eine Morgenroutine etablieren willst: Wozu soll deine Morgenroutine gut sein? Welche Funktion soll sie erfüllen? Welchen Grundton für den Tag soll deine Morgenroutine setzen? Welchen Sinn erfüllt deine Morgenroutine im größeren Ganzen deines Lebens? Diese Fragen stellen sicher, dass du eine wirklich zu dir individuell passende Morgenroutine designst und nicht die Routine von jemand anders übernimmst.

3. Halte deine Routine flexibel
Mach dir deine Morgenroutine nicht zu einer disziplinarischen Qual, sondern bleibe flexibel. Designe deine Morgenroutine „modular“ und „skalierbar“ – also so, dass du sie sowohl in wenigen Minuten, wie auch in einer ganzen Stunde erfüllen könntest, und dass manche Elemente an manchen Tagen sogar weggelassen werden könnten, ohne dass dadurch die gesamte Routine beeinträchtigt ist.

4. Beginne immer wieder neu
Solltest du deine Routine an einem Tag vergessen, beginne einfach wieder neu am nächsten Tag. Solltest du deine Routine eine ganze Woche lang vergessen, beginne einfach wieder neu am nächsten Tag. Wir sind Menschen, nicht perfekte Maschinen.

5. Verfeinere deine Morgenroutine kontinuierlich
Scheue dich nicht, bestimmte Elemente zu verändern, wegzulassen oder durch andere zu ersetzen, wenn du merkst, dass sie nicht mehr den Sinn erfüllen, den du anstrebt. Verändere den Inhalt bestimmter Elemente deine Routine, wenn du das Gefühl hast, dass dadurch die Effektivität verbessert wird. Sei also nicht stur in Bezug auf deine Morgenroutine: Diszipliniert ja, aber mit Kreativität.

Wann beginnst DU mit DEINER Morgenroutine?

Alles Liebe & Beste,

                Niels Koschoreck

Sei Du Selbst. Nur besser.

 

 

 

Ein Gedanke zu „Meine Morgenroutine – und wie DU deine optimale Morgenroutine findest

  • 26/12/2017 um 12:00
    Permalink

    Hmm spannendes Thema und interessante Frage zum Schluss. Ich hab auch meine glitze kleine Morgenroutine aber noch weit entfernt von einer wohlwollenden Routine.

    Ich meditiere ganz kurz, trinke jeden früh frischen Karrottensaft und trinke Tee. Lese ein wenig in meinem aktuellen Buch und stöbere Facebook und andere Kanäle durch.

    Ich bin da generell noch inkonsequent was Yoga und Meditation betrifft oder andere Etablierungen.

    Danke daher für diese wunderbare Ausführung. Liebe Grüße Stefan der MutCoach

    Antwort

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