Unternehmertum ist wie Fallschirmspringen, nur gefährlicher

Unternehmertum„Unternehmertum ist wie Fallschirmspringen, nur gefährlicher.“, formuliere ich gerne frei nach Reid Hoffman, dem Begründer von LinkedIn. Denn in der Metapher gesprochen ist ein Unternehmen zu gründen so, wie ohne Fallschirm aus höchster Höhe aus dem Flugzeug zu springen und sich unterwegs den Fallschirm zu basteln. Oder wie Richard Branson, Begründer der Virgin-Unternehmensgruppe, auch gerne sinngemäß sagt: Fang einfach an und finde unterwegs heraus, wie es geht.U

In meiner Arbeit mit zahlreichen Klienten im Kontext von Business-Coaching und Marketing-Consulting in den letzten Jahren habe ich immer wieder beobachten können, dass genau an dieser Klippe viele Unternehmer, oder solche die es werden wollen, scheitern: Sie halten an der irrigen Annahme fest, dass sie erst alles fertig haben müssen, bevor sie richtig anfangen können. Sie klammern sich an den Irrglauben, dass es erst einen perfekten Plan geben müsse, bevor man mit seinem Unternehmen wirklich durchstarten könne.

Diejenigen dagegen, deren Unternehmen mit der Zeit – und damit meine ich im Durchschnitt fünf Jahre – erfolgreich werden, arbeiten oft mit dem Geist des Experimentierens: Sie wissen, dass es keinen perfekten Plan und auch keine perfekte Umsetzung gibt, sondern nur den Prozess der stetigen Verbesserung, Veränderung und Erneuerung, deren Nebeneffekt Produkte, Services und Business/MarketingStrategien sind, die sich am Markt erfolgreich behaupten können.

Besagter Reid Hoffmann von LinkedIn nennt das gerne auch: Permanente Beta-Version. Für kluges Unternehmertum ist nichts jemals wirklich fertig, sondern alle Aspekte des Unternehmens sind in ständiger Entwicklung begriffen und werden immer neuen Tests unterworfen. Die Maxime erfolgreicher Unternehmer lautet: „Experimentieren, experimentieren, experimentieren. Testen, testen, testen.“

Das heißt im Übrigen in keinster Weise, dass man ohne Ziele und Pläne arbeitet, oder niemals etwas so fertig stellt, dass es als Produkt oder Service verkauft werden kann – es heißt „nur“, dass man nicht auf komplette Fertigstellung aller Teile des Ganzen wartet, bevor man ’so richtig‘ unternehmerisch zu arbeiten beginnt. Es heißt, dass man sich als Unternehmer damit abfindet, ja sogar daran erfreut, dass man niemals Bestandsverwalter sein kann, sondern immer eher einem Jongleur gleicht, der 13 Bälle gleichzeitig in der Luft hält.

Die Zukunft des Unternehmertums wird immer den Jongleuren und Experimentierern gehören, die ohne Fallschirm ins Unbekannte springen und dort entdecken, was andere noch nicht einmal ahnen.

Alles Beste,

Niels Koschoreck

P.S.: Wenn du das strategische Denken des erfolgreich handelnden Experimentierens und Jonglierens im Leben wie im Business lernen willst, dann verbringe einen außergewöhnlichen Denk-Urlaub mit mir in Paestum, Italien, vom 25. August bis zum 1. September 2017. Mehr Informationen per E-Mail an niels@nielskoschoreck.de ! (Anmeldeschluss für den Frübuchertarif ist der 06. Mai!!)